{"id":43,"date":"2015-09-09T14:03:59","date_gmt":"2015-09-09T12:03:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.manfred-egger.at\/?page_id=43"},"modified":"2015-09-09T14:06:50","modified_gmt":"2015-09-09T12:06:50","slug":"zu-den-arbeiten","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.manfred-egger.at\/index.php\/zu-den-arbeiten\/","title":{"rendered":"Zu den Arbeiten"},"content":{"rendered":"<p class=\"intro\" style=\"text-align: left;\">Der \u00f6sterreichische K\u00fcnstler Manfred Egger besch\u00e4ftigt sich seit vielen Jahren mit der alten Technik des Holzschnittes. Dabei geht es ihm immer auch um eine Auseinandersetzung mit der Technik an sich, mit der Frage, ob bzw. wie diese uralte Form der Druckgrafik auch heute noch zeitgem\u00e4\u00df, d.h. formal und inhaltlich der gegenw\u00e4rtigen Lebens- und Kunstsituation entsprechen kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Immer schon hat Manfred Egger versucht Neues, Innovatives in seine Arbeitsweise beim Holzdrucken einflie\u00dfen zu lassen; ebenso galt es dabei jedoch in gleichem Ma\u00dfe dem Material an sich gerecht zu werden, nur M\u00f6glichkeiten einflie\u00dfen zu lassen, die aus den vorgegebenen Bedingtheiten der Technik erwachsen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">So hat Manfred Egger den Farbbegriff des traditionellen Holzschnittes erweitert, indem er statt klar umrissener, eindeutig abgegrenzter Fl\u00e4chen \u00dcberschneidungen, Verl\u00e4ufe, Mischzonen gestaltet, welche die \u00fcbliche fl\u00e4chig kontrastive Farbgebung erweitern.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Ebenso bedruckt er gelegentlich bewusst Vorder- und R\u00fcckseite von Papieren ganz spezifischer Transparenz, sodass beide Zonen im Auge des Betrachters ineinander \u00fcbergehen, miteinander verschmelzen. So stellt diese eigenwillige Drucktechnik bewusst die Frage nach Oberfl\u00e4che und Tiefe, nach Fassade und Substanz, nach Schein und Wirklichkeit Ebenso wie durch seine spezifische Gestaltung von Farbzonen gelingt M.Egger auch hier die Reflexion von Grenzziehungen im weitesten Sinn: alles ist mit allem verwoben, alles wird von allem beeinflusst und ber\u00fchrt, jede vorschnelle Interpretation erweist sich oft genug als Irrtum und T\u00e4uschung.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">In den letzten Jahren hat Manfred Egger begonnen, den Auflagendruck zugunsten von Serien einzelner, originaler Bl\u00e4tter zu ersetzen. Blo\u00dfe Vervielf\u00e4ltigung kann in Zeiten modernster und ausgefeiltester Reproduktionstechniken nicht mehr l\u00e4nger Sinn einer alten Drucktechnik sein. Statt dessen gestaltet Manfred Egger Einzeldrucke, nur einmal existente Originale, bearbeitet anschlie\u00dfend die Druckplatten weiter, kombiniert sie untereinander und mit weiteren Druckst\u00f6cken, ver\u00e4ndert auf vielf\u00e4ltige Art und Weise das Ausgangsmaterial der Drucke, und kreiert dabei Serien von verwandten, aber eben nicht identen Bl\u00e4ttern. Eines erw\u00e4chst aus dem vorigen und schafft gleichzeitig schon wieder eine Ankn\u00fcpfung zum n\u00e4chsten. Ein Motiv bleibt nicht statisch, sondern entwickelt sich progressiv weiter, ein Thema wird in vielen Variationen durchgespielt, und zeigt so, dass alles in Bewegung, in st\u00e4ndiger Verwandlung ist. Nichts bleibt wie es scheint, alles ist in stetigem Wandel und Wechsel begriffen. Kein Ding hat nur einen Aspekt, nur eine Betrachtungsweise, alles ist vielschichtig, kann und muss aus unterschiedlichsten Perspektiven und Sichtweisen gezeigt werden. So verbinden sich auch hier alte Technik, altes Handwerk mit modernen Ideen und Vorstellungen. Alles ist mit allem vernetzt, alles ist in Bewegung, alles ist viel-schichtig.<\/p>\n<h1 style=\"text-align: left;\">Kommentar zu meinen Holzschnitten<\/h1>\n<p style=\"text-align: left;\">Abgesehen von der reinen praktisch-technischen Herausforderung einerseits und der thematischen Problematik immer neuer Bildfindungen ist mir bei der Besch\u00e4ftigung mit der Technik des Holzschnittes auch eine theoretische und gedankliche Auseinandersetzung immer sehr wichtig gewesen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Wenn man in dieser schon sehr alten und traditionsreichen Technik des Holzschnittes k\u00fcnstlerisch t\u00e4tig sein will, erscheint mir eine kritische Reflexion der Verwendung eben dieser k\u00fcnstlerischen Ausdrucksform unumg\u00e4nglich. Nur unreflektiert eine beliebige, in diesem Fall ja auch sehr alte und daher vielleicht unzeitgem\u00e4\u00df scheinende Technik anzuwenden ohne deren Sinnhaftigkeit f\u00fcr das heute zu hinterfragen, scheint mir als \u201ek\u00fcnstlerische\u201c Form jedenfalls zu wenig.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Daher im Folgenden einige Gedanken und \u00dcberlegungen zu der Art wie das Medium Holzschnitt von mir gesehen bzw. verwendet wird:<\/p>\n<h1 style=\"text-align: left;\">Frage nach der Zeitgem\u00e4\u00dfheit der alten Reproduktionstechnik des Holzschnittes:<\/h1>\n<p style=\"text-align: left;\">Kann es in Zeiten digitaler Reproduktionsm\u00f6glichkeiten noch Sinn machen, eine uralte Form der Vervielf\u00e4ltigung zu pflegen und zu kultivieren, deren urspr\u00fcnglicher Zweck gr\u00f6\u00dftenteils die Reproduktionsm\u00f6glichkeit des Einzelblattes war, wenn heute Verfahren bestehen, dasselbe viel exakter und auflagenm\u00e4\u00dfig praktisch unbegrenzt zu gestalten?<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Ich versuche daher seit einigen Jahren den Holzschnitt in erster Linie als ein Medium zu betrachten, das seine ganz eigenen und spezifischen Bildsprache besitzt, die mit anderen Methoden eben nicht leistbar ist. Die Technik wird also nicht der Reproduzierbarkeit halber verwendet, sondern nur weil sich bestimmte Bildfindungen eben nur mit dieser Technik erzielen lassen. Konsequenterweise drucke ich daher immer weniger Auflagen bzw. seit geraumer Zeit fast nur noch Einzelbl\u00e4tter, Unikate, die allenfalls durch das Hinzuf\u00fcgen neuer Druckplatten bzw. das Ver\u00e4ndern, \u00dcberarbeiten oder Weglassen bereits verwendeter Druckplatten zu Serien ausgebaut werden. Ein Blatt verwandelt sich somit st\u00e4ndig weiter, es entstehen Zyklen, Entwicklungen, Verl\u00e4ufe, deren Anf\u00e4nge oder Enden nicht absehbar sind. Der Holzschnitt wird somit zu einer Methode, \u00dcberg\u00e4nge, Verl\u00e4ufe, Zusammenh\u00e4nge, Vernetzungen, Netzwerke, Entwicklungen und dynamische Prozesse im Sinne einer Bilder-Serie zu gestalten bzw. darzustellen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">So emanzipiert sich der Holzschnitt wieder vom Nimbus des Alten und \u00dcberholten und gewinnt Aktualit\u00e4t auch in allgemeinen Fragen der modernen Gesellschaft (man denke an Begriffe wie Vernetzungen, Vernetzt-Sein, Globalisierung, Progressionen, o.\u00e4)<\/p>\n<h1 style=\"text-align: left;\">Erweiterung des Materialbegriffes:<\/h1>\n<p style=\"text-align: left;\">Der klassische Holzschnitt (sowohl in Europa als auch in Asien) arbeitet, indem die abzubildende Form aus einem Holzblock oder einer Holzplatte herausgeschnitten wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Zus\u00e4tzlich zu dieser herk\u00f6mmlichen (und auch von mir am h\u00e4ufigsten angewandten) Vorgangsweise habe ich immer wieder versucht, diese Ausdrucksm\u00f6glichkeiten zu erweitern. So verwende ich zuweilen anstatt bzw. zus\u00e4tzlich zu Holzplatten Verfahren, bei denen ich Rinde, Zweige, Bl\u00e4tter verwende und in den Druckvorgang mit einbeziehe. Grobe, wenig oder gar nicht bearbeitete Holzst\u00fccke oder Bretter werden einbezogen, das Material an sich darf und soll sich \u201eausdr\u00fccken\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Naturdruckverfahren werden ebenso wie die M\u00f6glichkeiten, die das Verwenden von Schablonen bieten, genutzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">So versuche ich einerseits dem Material gerecht zu werden, das Material seine eigene Sprache sprechen zu lassen, indem es z.T. nur sehr wenig bearbeitet wird, andererseits strebe ich bewusst eine Erweiterung und Bereicherung des Materialbegriffes an sich an. Ich arbeite also nicht nur als Holzschneider im engeren Sinn, sondern versuche neue M\u00f6glichkeiten innerhalb eines begrenzten Rahmens auszuloten.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Gelegentlich experimentiere ich auch mit einer Verbindung des traditionellen Holzdrucks mit neuen digitalen Medien. So lassen sich Arbeiten z.B. digital vergr\u00f6\u00dfern oder auch verkleinern, werden so durch die Verzerrung normaler Verh\u00e4ltnisse (Gr\u00f6\u00dfe und Struktur der Holzmaserung) verfremdet und erzielen dabei interessante optische aber auch gedankliche Wirkung (Relativit\u00e4t der Wahrnehmung\/Erkenntnis).<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Eine weitere Fortspinnung solcher Verfremdungen ergibt sich auch z.B. durch das digitale Drucken eines Holzschnittes auf un\u00fcbliche Tr\u00e4germaterialien wie Kunststoff oder auch Metall.<\/p>\n<h4 style=\"text-align: left;\">Papier<\/h4>\n<p style=\"text-align: left;\">Auch hinsichtlich der Verwendung bestimmter Papiere zum Drucken versuche ich das jeweilige Material bewusst mit einzubeziehen und bewusst bestimmte Papier-Eigenschaften k\u00fcnstlerisch nutzbar zu machen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Verschiedene Papiere haben nicht nur verschiedene Oberfl\u00e4chen, Farbnuancen, Faserstrukturen, usw. Das w\u00fcrde jeweils nur andere haptische und\/oder optische Reize f\u00fcr den Betrachter ergeben; wobei nat\u00fcrlich auch dies schon ein m\u00f6glicher zweckgebundener Einsatz von Papiersorten w\u00e4re.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Zur Zeit arbeite ich daran, die Transparenz bestimmter Papiersorten insofern gestalterisch mit einzubeziehen, als ich Bl\u00e4tter beidseitig, also vorne und hinten, bedrucke, sodass \u2013 eben je nach Transparenz und Saugf\u00e4higkeit der Papiere \u2013 bestimmte Strukturen und Formen mehr oder weniger durchscheinen, durchschlagen, wobei sehr ergiebige Effekte (auch in Verbindung mit den Bildinhalten! Nicht als blo\u00dfer Effekt!) erzielbar sind.(die Frage nach der Verbindlichkeit von Wahrnehmung und Einsch\u00e4tzung etwa l\u00e4sst sich hier gut thematisieren)<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Formen scheinen auf verschiedenen Tiefenebenen zu liegen, vorne und hinten verschwimmen, werden in ihrer klaren Lage diffus und unbestimmbar; Strukturen scheinen Schatten zu werfen, scheinen gespiegelt oder verdoppelt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Auf der Ebene des Druckpapiers entwickelt sich flirrende, manchmal verwirrende Dreidimensionalit\u00e4t, die gerade die oftmals gegebene Begrenztheit des Holzschnittes auf das Fl\u00e4chenhafte und auf klare Kontraste erweitern hilft.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Zudem verst\u00e4rkt gerade diese Drucktechnik das Inhaltliche vieler meiner Arbeiten, das um die Fragen nach Oberfl\u00e4chen\/Tiefen, Vordergr\u00fcndigem\/Hintergr\u00fcndigem, Fassaden \/Tiefenschichten kreist. Hinter jeder Oberfl\u00e4che tauchen neue Schichten auf, jeder Eindruck stellt nur eine Sicht auf die Dinge dar; das Dasein ist vielschichtig, mehrdimensional, verwirrend und oft unklar und verschwommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Dies zu reflektieren hilft mir gerade auch der geschilderte Einsatz unterschiedlich transparenter Papiere.<\/p>\n<h4 style=\"text-align: left;\">Einsatz von Farbe<u> <\/u><\/h4>\n<p style=\"text-align: left;\">Im Westen werden und wurden Holzschnitte oft\/\u00fcberwiegend als schwarz-wei\u00df Drucke mit klaren Kontrasten, mit fl\u00e4chiger Darstellung auch des Raumes und mit \u00fcblicherweise grober, ausdrucksstarker, expressiver Darstellungsweise gearbeitet.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">In Japan ergaben sich durch den Vielfarbendruck neue, zus\u00e4tzliche M\u00f6glichkeiten der Gestaltung. Jede Farbe wird mittels einer eigenen Druckplatte aufgebracht, das Verfahren ist komplex und technisch sehr aufwendig.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Bei meinen Arbeiten versuche ich diese \u00fcbliche klare Trennung (klar abgegrenzte Farben, jede Farbfl\u00e4che bleibt f\u00fcr sich, ist von den anderen abgetrennt; fl\u00e4chenhafte Wirkung) aufzul\u00f6sen und durch neue Verfahren zu ersetzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Ich drucke oft auch durchaus vielfarbig, jedoch mit einem grunds\u00e4tzlich anderem Ansatz. Bei mir werden Farben vorsichtig und zart \u00fcbereinander gedruckt; manchmal nur verschiedene T\u00f6ne oder Abstufungen einer Grundfarbe, oft aber auch sehr verschiedene Farben, die erst am gedruckten Blatt sich zu einem optischen Eindruck, einem Farbton mischen; wobei die Farben, die den Ton zusammensetzen, erhalten und wahrnehmbar bleiben, auch wenn sie zusammen einen neuen Farbeindruck entstehen lassen. (vielleicht in etwa vergleichbar mit den Farbmischungen der Impressionisten auf der Leinwand)<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Auch hier bleibt die Technik nicht Selbstzweck, sondern verst\u00e4rkt inhaltliche Anliegen. Es entstehen T\u00f6ne, \u00dcberg\u00e4nge, Abbr\u00fcche, Zwischent\u00f6ne; Farben und Formen verschmelzen, verlieren ihre klar gefassten Grenzen, l\u00f6sen sich auf;<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Einblicke und Durchblicke werden m\u00f6glich, das Sein in seiner Vieldimensionalit\u00e4t und Vielschichtigkeit wird sp\u00fcrbar.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4 style=\"text-align: left;\"><strong>Comment on the prints:<\/strong><\/h4>\n<p style=\"text-align: left;\">The Austrian artist Manfred Egger has been working in the ancient technique of woodblock printing for years. He has always seen this work also as a reflection of the technique as such, as a reflection of the question whether, or rather how, this old form of printing can still be in keeping with the time. In other words he is dealing with the question of how woodblock printing can still convey the present day situation of art and life in terms of both form and content.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Manfred Egger has always tried to create something new, to introduce an inventive element when producing his art. Moreover he has put strong emphasis on the material used as such, trying to make use of opportunities deriving from the possibilities offered by the technique and the materials as such. Thus for instance M.Egger has extended the idea of colouring of the traditional woodblock print by creating overlappings, transgressions, mixed zones, that go beyond traditional contrastive colouring, which rather produces clear borderlines between isolated patches of a certain colour.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">In the same way on certain occasions he deliberately prints on the front and back of papers of specific transparent quality so that in the eyes of the viewer both zones, both surfaces mingle into one, are no longer to be kept apart.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">By printing in that very way Manfred Egger poses the question for surface versus depth, facade versus substance or appearance versus reality. Just like with his specific way of colouring he deals with questions of borderlines in this context too: everything is connected to everything, everything is influenced and touched by everything, any sudden interpretation of reality turns out false often enough.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">In the past few years the artist has found another new concept. Rather than turning out editions, i.e. printing the same motif in a certain limited number again and again, he has started producing series of single, original prints. In times of highly sophisticated methods of re-production simply making \u201ccopies\u201d can no longer be the aim of the technique of woodblock printing. Instead Manfred Egger prints originals only; however, he then re-works the printing blocks as such, he combines them with each other, introduces new blocks, thereby changes the material used for printing in various ways, and so in the end creates series of similar, of related but never identical prints.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">One print derives from its predecessor and at the same time functions as a link to the next one. In that way a certain motif doesn`t remain static but can be shown in progress, a theme is presented in numerous variations.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">This shows that things are in movement , in constant change. Nothing remains as it seems at first sight.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Nothing has got only one aspect, only one perspective to look at it. Everything is complex, has to be presented from different angles. Thus also in that view an old technique and contemporary ideas and concepts mingle in one. Everything is joined together, everything is in progress, everything is many-sided.<\/p>\n<h4 style=\"text-align: left;\">Comment on the prints:<\/h4>\n<p style=\"text-align: left;\">I have been working in the ancient technique of woodblock printing for years. Doing so I have always seen this work also as a reflection of the technique as such, as a reflection of the question whether, or rather how, this old form of printing can still be in keeping with the time. In other words I am dealing with the question of how woodblock printing can still convey the present day situation of art and life in terms of both form and content.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Thus I have always tried to create something new, to introduce an inventive element when producing his art. Moreover I have put strong emphasis on the material used as such, trying to make use of opportunities deriving from the possibilities offered by the technique and the materials as such. For instance I have extended the idea of colouring of the traditional woodblock print by creating overlappings, transgressions, mixed zones, that go beyond traditional contrastive colouring, which rather produces clear borderlines between isolated patches of a certain colour.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">In the same way on certain occasions I deliberately print on the front and back of papers of specific transparent quality so that in the eyes of the viewer both zones, both surfaces mingle into one, are no longer to be kept apart.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">By printing in that very way I pose the question for surface versus depth, facade versus substance or appearance versus reality. Just like with his specific way of colouring I deal with questions of borderlines in this context too: everything is connected to everything, everything is influenced and touched by everything, any sudden interpretation of reality turns out false often enough.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">In the past few years I have found another new concept. Rather than turning out editions, i.e. printing the same motif in a certain limited number again and again, I have started producing series of single, original prints. In times of highly sophisticated methods of re-production simply making \u201ccopies\u201d can no longer be the aim of the technique of woodblock printing. Instead I print originals only; however, I then re-work the printing blocks as such, I combine them with each other, introduce new blocks, thereby change the material used for printing in various ways, and so in the end create series of similar, of related but never identical prints.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">One print derives from its predecessor and at the same time functions as a link to the next one. In that way a certain motif doesn`t remain static but can be shown in progress, a theme is presented in numerous variations.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">This shows that things are in movement , in constant change. Nothing remains as it seems at first sight.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Nothing has got only one aspect, only one perspective to look at it. Everything is complex, has to be presented from different angles. Thus also in that view an old technique and contemporary ideas and concepts mingle in one. 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